Reisebericht Burgund

Land der Weine, des Käses, der Geschichte und der Schnecken. Eigenes Herzogtum, Königreich, Namensgeber für Wein und Rebsorten, Herkunft des Boeuf Bourgignon.
    Viele Bauwerke aus der Romanik, also dem Früh- und Hochmittelalter (= vor Inquisition, Pest und Hexenverbrennung - das alles kam erst später!)

Das alles sind gute Gründe sich aufzumachen. In einer Art selbstgemachter Schnitzeljagd sammeln wir Punkte und unscheinbare Juwelen. Es gibt viel zu entdecken!

Die Route:
Anfahrt durch die Schweiz
Rüber zum Mont Blanc
Zum Zelten ins „Zielgebiet“ (Burgund)
Abflug über Lothringen


„Stopover“ in der Schweiz
Wer hat hier wen zu was inspiriert? Stichwort: Literatur

Liechtenstein liegt links der Autobahn, jenseits des Rheins. Dunkle Berge ragen hoch auf, das Gebiet dahinter wirkt abgeschieden, geheimnisvoll. Wolken ziehen darüber, hängen fest, Burgen blicken trutzig herab.
Strommasten hängen im 45°-Winkel über einen Berg, müssen gut verankert sein.

Das Hotel Stern und Post in Amsteg besteht seit dem 16. Jh., beherbergte Fuhrleute, auf Rast vor dem Gotthardpass. Alte Möbel bilden Teile der Einrichtung, es riecht nach Kultur und Inspiration.
Wir essen im Hotel-Restaurant. Das Essen schmeckt ausgezeichnet, 2 Vorspeisen sind dabei. Wir sind tiefenentspannt, schon am ersten Tag.
Wohlige Gemütlichkeit im Kanton Uri, mitten in regnerisch kühler, teils düsterer Bergwelt.

Ähnlich muss es 1816 gewesen sein, als Lord Byron in seinem Schweiz-Urlaub „Der Vampyr“ geschrieben hat (Vorgänger zu Dracula, aufgezeichnet von Polidori), und Mary Shelley den „Frankenstein“.
Der Tourismus-Prospekt wirbt mit Thomas Mann, Rilke, Goethe und Nietzsche, die in der Schweiz waren und von ihr inspiriert wurden.

Am nächsten Morgen fahren wir weiter durch die Berge, den Furkapass hinauf. In Serpentinen den Berg hoch, rein in die Wolke, die Temperatur fällt. Auf 2.400m bleiben 1,5°C (Ende August), das alte Grand-Hotel steht leer. Es fängt an zu schneien. Der erste Schnee des Jahres! (juhu & 200 Punkte)

Es geht abwärts, die Wolke ist noch nicht über den Berg gekrochen, wir sehen die Berge, halten inne vor Überwältigung.
Hinter dem Hotel Belvedere geht es zum Rhonegletscher (7,- CHF p.P.). Ein Gang führt in den Gletscher, in ganz altes Eis. (200 Punkte)

Danach runter, in Serpentinen, ins Goms-Tal. Die Temperatur steigt auf 24°C.

Mit an Bord: 2 Weingläser (ja, aus Glas). Ob das gutgeht?

Chamonix Mont-Blanc
Wo ist die Luft hin?
In 2 Etappen bringt uns die Seilbahn hoch, über die Baumgrenze, in den ewigen Schnee, auf 3.800 Meter. Auf den Gipfel des Aiguille du Midi – der Mont Blanc ist 2 Gipfel weiter, und nochmal 1.000m höher.

Wir laufen treppauf, treppab, ich bin aus der Puste und es wird nicht besser. Die Luft ist spürbar dünner hier oben. Der Ausblick auf die majestätische Ruhe und Kühle des Bossons-Gletschers fasziniert uns. (500 Punkte)

BURGUND

Camping:
Chateau d‘Eperviere, in der Gegend von Tournus.
An unserem Zelt klebt: eine Schnecke.
Auf der Pizza des Take-Away der Schlossküche liegen: Schnecken.
und
Les Cerissels, bei Auxerre
von dort Ausflüge, nicht chronologisch:

Wo ist denn die größte aller Kirchen hin? Wer hat sie gesehen?
Cluny
Das-Kloster-der-Klöster (9,50 EUR p.P.)
Im 11. Jh. stand hier die größte Kirche der Christenheit. Von ihr blieb erstaunlich wenig übrig.
Durch Unabhängigkeit vom franz. König, also ohne politische Einmischung, und einem streng religiösen Kurs (streckenweise bis hin zu militanten Katholizismus), hatten die Mönche weitreichenden Einfluss auf die mittelalterliche Klosterwelt (Cluny hatte ca. 1.500 Niederlassungen in ganz Europa).
Religionskriege setzten ihm zu, die Revolution gab ihm den Rest. Der größte Teil der Anlage ist heute barock, die Kirche eine Ruine.

Der Gärtner fragt, aus welcher Region wir sind. Wir fassen es als Ritterschlag auf. Er ist völlig überrascht, dass wir keine Franzosen sind.

Wo gibt es noch Qualität? Gibt es Spuren davon?
im Ort Cluny
Qualität wird in Frankreich (und der Schweiz) noch geschätzt.
Ein kleiner Laden verkauft n-u-r schöne Bücher. In der Patisserie gibt es schön gemachte Leckereien, und hausgemachte Schokolade (61,- €/kg).

                                                                                                                                     Pizzeria "Werwolf"

Wein: fruchtiger Pinot Noir.
Käse: Cremaux de Bourgogne: zerläuft von selbst, Weichkäse, ist irgendwas zwischen Butter und Käse.
Unsere Gläser kommen zum Einsatz (20 Punkte)


Wo ist der Abt von Cluny hin?
CHAPELLE-DES-MOINES, Berze-la-Ville
Wer kommt denn hierher?
Der Abt von Cluny zog sich, nach dem Tagesgeschäft, hierher zurück - zur Ruhe. Und Ruhe hat man hier wirklich. Sie liegt abgeschieden, in sanften Hügeln, kaum Touristen.
3 EUR p.P. Sehenswert wegen seiner Wandmalereien aus romanischer Zeit.
http://www.sitesclunisiens.org/article.php?sid=111

Hatte Cluny irgendwelche Konkurrenten? Ist Ihnen irgendwer aufgefallen?
Abtei FONTENAY
(von „auf den Quellen“), bei Montbard. Ist was zum totknipsen (10,- EUR p.P.)
Nach dem ganzen Prunk von Cluny kam es zu einer Gegenbewegung von Mönchen, die in Armut und Einsamkeit leben wollten (nach den Regeln des Hl. Benedikt). 1098 gründeten sie das Kloster Citeaux, danach benannten sie ihren Orden („Zisterzienser“). Die Anlage besticht durch ihre Schlichtheit.
Kurze Geschichte des Klosters:
Gründung 1118, Blüte bis ins 15. Jh., wo 200 Mönche selbstversorgend lebten und ihren Abt direkt wählten.
Danach griff der König in die Wahl des Abtes ein, es ging bergab.
1790 Auflösung des Klosters (franz. Revolution!), ein Nachfahre des Erfinders des Heißluftballons (Montgolfier) kaufte das Gelände und machte daraus eine Papierfabrik.
1906 von einem Banker aus Lyon gekauft und saniert. Heute UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Kirche zog mich gleich bei Betreten in ihren Bann, mit ihrer Würde, ihrem Alter, ihrer Schlichtheit, ihrer majestätischen Erhabenheit.
Danke Fontenay für diese Sehenswürdigkeit - ich war Ticket N-443021.

Wo ist Maria Magdalena abgeblieben?
Wer kommt dorthin, und wer ist schon da?
VEZELAY
Vezelay war ein beliebter Pilgerort auf dem Jakobsweg. Von ehemals 2000 Einwohnern sind heute etwa 500 geblieben.
Im Jahr 887 kamen die Normannen, zum plündern, und um alles kurz und klein zu hauen.
Heute kommen Touristen, großteils Ü-50, deutsch (weit vor Holländern und Engländern) und in Gruppen. Wir fallen also auf.
 
Anziehungspunkt ist die Basilika Sainte-Marie-Madelaine, begonnen 1120. In der Krypta wird eine Relique von Maria Magdalena aufbewahrt.
Auf den Kapitellen der Säulen warten mittelalterliche Monster auf einen, in reichhaltiger Auswahl. Totknipsen ist angesagt.

Der Eintritt ist frei, dafür kostet parken etwas mehr. (1h = 2 €, ganzer Tag = 4 €).
Der Weg von und zur Abtei führt durch die alte Hauptstaße, vorbei an -na?- Souvenirläden, Cafés und Restaurants.
Bei Jean-Claude Gadreau kaufe ich 4 seiner Fotografien. Er freut sich, dass wir uns Zeit nehmen, zum plauschen und kaufen. Dafür (?) signiert er mir seine Werke (die ich jetzt teuer weiterverkaufen kann, hehe).

Sennecy-le-Grand
Warum blinkt hier alles? Hat das irgendeine Bedeutung?
an der Bäckerei: Mühle mit 4 Flügeln, rot, jeder Flügel leuchtet einzeln, reihum, dann alle 4 zusammen, alle aus, alle ein, ...
Apotheke: grünes Kreuz, voll illuminiert, dehnt sich von innen heraus, geht nach innen zurück
Die ganze Straße entlang sieht man Schilder blinken
Aber klar: alle Häuser sehen gleich aus, braun und teils sanierungsbedürftig ziehen sie sich die Durchgangsstraße entlang. Nicht überall wo Bäckerei draufsteht, ist auch eine drin (die Schrift kann alt sein).
Wo es blinkt, ist ein Geschäft, das gerade geöffnet hat.



Wie kommt die Artus-Sage nach Burgund?
AVALLON
Die Indizien häufen sich, dass dieses Städtchen in Burgund der Entstehungsort der Artus-Legende ist.
Die Namensähnlichkeit zu Avalon kommt nicht von ungefähr. Historiker sehen das so:

Ein spätantiker Historiker, Jordanes, berichtet 551 von einem römischen Heerführer Flavius Aetius, der energisch gegen alle möglichen Angreifer auf Gallien kämpft. Gegen einen Angriff der Goten bekam er Unterstützung von einem „Riotharmus“ (= Heerführer), und dessen Streitmacht der „Brettonnen“. Leider bleibt der „Riotharmus“ im Dunkel der Geschichte. Historiker vermuten Avallon als Sterbeort von Flavius Aetius.

Mit den „Brettonnen“ verbreitete sich wohl die Legende vom tapferen Hauptmann, und seinem Sterbeort Avallon.
Interessant: die Bretonen sind mit Kelten aus England verwandt. Die Bretonen beanspruchen die Artuslegende für sich, und führen auch Orte in der Bretagne dazu auf.
Über sie muss die Sage nach England gekommen sein und von dort in die ganze Welt.
Man vergleiche die Umstände:
Burgund: in der Endphase des Römischen Imperiums kämpfen gallo-römische Verbände gegen eindringende Germanen.
England: nach Abzug der Römer kämpfen keltische Truppen gegen eindringende Germanenstämme (Angeln, Sachsen und Jüten)

In Avallon gab es ein Buch zum Thema (leider nur auf französisch).

Gab es hier früher schon irgendwelche Menschen? Ab in die Höhle!
Grottes d‘Arcy (bei Arcy-sur-Cure)
Große Tropfsteinhöhle, inkl. Malereien von Steinzeitmenschen. (8 EUR p.P., fotografieren verboten)
großer Stalagtit: hängt von oben herab, Unterbau: wurde weggespült. Jetzt wird er nur noch von oben gehalten
See, ca. 8m lang: besteht nur aus den Tropfen, die die Stalagtiten herab laufen/tropfen


Tiere, Tiere, Tiere – Geräusche auf dem Zeltplatz:
Krähenherde kreist abends (laut) über den Platz
Hunde kläffen nachts (die ganze Nacht), entfernt, irgendwann hat man sie geortet, kläffen und jaulen (sich zu?), als ob sie sich zu einem Rudel zusammenschließen wollten ...
Hähne: übernehmen die Frühschicht, lösen die Hunde ab
Käuze: machen die ganze Nacht durch „uhuuuhuuuh“
das Geräusch von gerupftem Gras, verursacht von einer weißen Kuh (gleich neben dem Zeltplatz)
Igel, raschelt durch die Büsche, man hört seine Schritte / ihn tapsen / und rascheln

Mehr Tiere gefällig?
Nachtfalter (im Auto, in der Dusche, ...)
Weinbergschnecken - kriechen ins Zelt.
ab 21 Uhr schauen wir „Fledermaus-TV“: die Tierchen sind emsig am flattern, extrem wendig und lautlos; sausen über freie Rasenflächen und über unsere Köpfe.


On the road:
Hotel / Restaurant „Le Sauvage“ (zum Wilden). Wie es da wohl zugeht?
Bar / Brasserie „Le Speed ce cool“
Lux ist die Partnerstadt von „Wolken“ (DE) = Licht & Wolken?
und immer diese Weinfelder ...


CRAVANT
Hier halfen die Schotten 1423 Frankreich zu verteidigen.
In der „Auld Alliance“ waren beide verbündet - gegen England. Und die Engländer waren daran, mit Hilfe ihrer Langbögen, Frankreich zu erobern und sich einzuverleiben.


Und weiter geht‘s mit der Kirchen- und Kloster-Geschichts-Schnitzeljagd:

Gibt es mehr eigenartige Gebäude aus der Frühzeit der Romanik?
TOURNUS
St. Philibert ist einer der bedeutendsten frühromanischen Kirchen. (Wer durch den Ort fährt, kann sie nicht übersehen). Vorhalle (um 950) mit Resten der alten Bemalung. Hinter dem Altar: ein altes Mosaik. Darunter: Krypta, ebnfalls mit Resten einer Bemalung.

Zum 2. Mal in Europa (nach Cluny) gelangen hier Tonnengewölbe und Doppelturmfassade.

Wo gibt‘s den meisten Käse?
DIJON
In der Kirche St Benignin: große Krypta (57m lang), mit Rotunde, von der von oben Licht kommt (ungewöhnlich für Krypta). Skurile Kapitelle auf den Säulen, Mosaikboden um Grablege des Hl. Benignin.

In der Innenstadt: Bourgogne-Fahnen über allen Gassen, viele Geschäfte. Leckere (?)Sachen zum Kauf: Käse, Gemüse, Innereien, Käse, Fisch, Käse, noch mehr Käse.
Zugegeben: die Frage nach „dem meisten Käse“ können wir nicht lösen. (null Punkte)

Markthalle: von Gustave Eiffel entworfen.


Die größte Krypta, die ihr je gesehen habt?
AUXERRE
neues Leben in alten Häusern. Nette, kleine Läden in den Gassen, schön zum flanieren.

Kathedrale: Reste der Bemalung blieben erhalten

Abbaye St Germain
In einem Strand-Liegestuhl im Kreuzgang warten wir auf unsere Führung durch die Krypta.
Kirche und Museum sind gratis, viele Stücke aus gallo-römischer Zeit.

Krypta: die größte, die ich je gesehen hatte.
Anfänge im 5. Jh., 4 Säulen aus gallo-römischer Zeit, mit karolingischen Kapitellen und Eichenplanken darauf. Darüber Gewölbetonnen aus dem 9. Jh. Enthält das Grab des Hl. Germain & seiner Brüder. Im 9. Jh. bunt ausgemalt, später mit gemalten Textstellen erweitert, in gotischer Zeit mit neuer Rotunde abgeschlossen (auch um die Kathedrale darüber tragen zu können).
Nur im Rahmen einer Führung zu sehen, fotografieren verboten.

Gibt‘s nix Anderes?
Fahrt nach PARAY-LE-MONIAL, bei Regen:
2-spurige Landstraße (110 km/h), führt bergab, Blick auf Montchanin: gelbe Lichter auf einem Mast signalisieren die Lage der ehem. Bergbaustadt.
Montceau-Les-Mines: Kohlekraftwerk & Arbeiterhäuser, zeugt von der industriellen Vergangenheit (Bergbau) Burgunds. Der Fußballverein (4. Liga) besiegte 2007 zwei Erst-Liga-Vereine.

Gibt es eine Sicherheitskopie von Cluny?
Paray-Le-Monial
ein weiterer Pilgerort auf dem Jakobsweg. Die romanische Basilika Sacre Coeur (ab 1090) ist außen im Originalzustand. Man hält sie für eine Kopie von -na?- Cluny. Deshalb beziehen sich die Rekonstruktionen von Cluny auf diesen Bau.

Für uns interessant: hier -und in Auxerre (St. Germain)- steht der Turm / die Turmfront vom Kirchenschiff entfernt (römische Traditon in Gallien?), während Türme bei uns fest zum gesamten Bau gehören.

Im Ort stehen noch viel mehr Kirchen und nette Plätze, doch im Dauerregen wirkt das 70er Jahre Pub sehr einladend. Wir trinken Kaffee bei netten Menschen.

Ausklang:
LORRAINE (Lothringen)
Auf der Autobahn ist dichter Verkehr. Lothringen hat Industrie, und man kommt von hier in die Nachbarländer. Wir machen einen Stopover in unserer franz. Lieblingsstadt: METZ

Wo sind all die Monster hin? Und wo ist die Fledermaus?
METZ
Die Stadt ist überwiegend aus gelbem Sandstein gebaut (meist glatte Fassaden)
(in Frankreich überwiegt sonst (brauner) Naturstein)

- „Namur“: Traditionskonditorei (seit 1863), mit vielen sehr schönen Sachen. Kaffee & kleine Mahlzeiten ...
Der Kaffee kommt mit einem selbstgebackenem Keks, der das „N“-Emblem des Ladens trägt.
- Marche Couvert (Markthalle): in U-Form: schöne Sachen zum essen
- Musée Cour d‘Or (4,60 EUR p.P.): Archäologische Sammlung, von gallorömisch bis zur Renaissance & Gemälde. Höhepunkt ist das „Bestiarium“, eine Sammlung mittelalterliche Monster und Fabelwesen, auf Holzplanken einer alten Decke gemalt.
auch im Museum: Merkur und sein Pferd bezwingen den Schlangenmann (römisch). (St. Georg der Drachentöter ist also ein Plagiat)
- Comicladen (BD Hisler), gegenüber der Kathedrale: großer Comicladen, für Mangas, Abenteuer oder grafisch hochwertige Bände. Frankreich ist Comic-Nation Nr 1 (neben Japan), heißt hier aber „Bande Dessinee“ (in etwa: gezeichnete Streifen). Auch in diesen Bänden tummeln sich jede Menge Monster ...
- Kathedrale St Etienne, ab 1220, ist Anziehungspunkt und Highlight. Genannt „Laterne Gottes“, da sie die größte Fläche an bunten Glasfenstern hat. Zum Bau blieb nur ein schmaler Platz vor einer Bodenschwelle, deshalb ist sie eher schmal für ihre Höhe (die dritthöchste gotische Kath.), was tolle Lichteffekte auf die Wände bringt. Eintritt frei.

Abends: eine Fledermaus kreist vor der Kathedrale (!), direkt über Parkplatz und Straße, mit Nachtleben-Verkehr. Wir haben sie gefunden! (100 Punkte)

Mitte links: Musée Cour d‘Or: das „Bestiarium“, eine Sammlung mittelalterliche Monster und Fabelwesen, auf Holzplanken einer alten Decke gemalt.


Mitte rechts: Musée Cour d‘Or: Merkur und sein Pferd bezwingen den Schlangenmann (römisch). (St. Georg der Drachentöter ist also ein Plagiat)

 

Wir haben alle Aufgaben zu unserer Zufriedenheit gelöst, viel gelernt und uns sehr wohl gefühlt.
In einem Riesen-Supermarkt bunkern wir schöne Sachen für den Winter (1024 Punkte).
Auto: voll. Geldbeutel: leer. Dreckwäsche-Sack: voll. Rucksack: leer. Es ist Zeit heimzufahren.

Zusatzpunkte?
Unsere Weingläser haben die Tour unbeschadet überstanden (!).
1000 Punkte extra.

(Eins geht später beim abspülen kaputt = -3.333 Punkte)
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Das Buch: „Château Camping“

Sennecy-le-Grand, Burgund, 2014: in einem alten Schloss, Mittelpunkt des dazugehörigen Campingplatzes, findet ein Schiffskoch sein Zuhause, zusammen mit der jungen Kassiererin Aisha. Einer der Gäste droht sich eines Tages unheilvoll in das Geflecht einzufügen, und ein dunkles Familiengeheimnis zurückzubringen. Doch der Koch, dessen Namen wir nicht erfahren, ist festentschlossen, alte Fehler nicht zu wiederholen.

 

Erhältlich als eBook:

http://www.amazon.de/Ch%C3%A2teau-Camping-Robert-K%C3%B6nigshausen-ebook/dp/B00UDFQIMG/ref=sr_1_12?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1451656608&sr=1-12

 

„Château Killing“

Im alten Château, dem Herzstück des dazugehörigen Campingplatzes, wird der Koch des Take-Away ermordert aufgefunden. Gelingt es Commissaire Ramboux, den Täter im Getümmel der Urlaubsgäste zu finden?

Man kann es als Groschenroman lesen – spannend und straight. Wer jedoch die zweite Ebene heausliest, entdeckt mehr als einen Krimi.

 

Erhältlich als eBook:

http://www.amazon.de/Ch%C3%A2teau-Killing-Robert-K%C3%B6nigshausen-ebook/dp/B00YL6FO4G/ref=sr_1_10?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1451656608&sr=1-10

 

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Für Selbermacher:
Frankreich ist Land der Autofahrer, Camper, und der Comics. Also keine Sorge.

Autofahren:
Innerorts: 50 km/h
Landstraße: 90 km/h
Autobahn: 130 km/h. Viele Strecken sind gebührenpflichtig = Ticket ziehen, bei Ausfahrt bezahlen. Oder: einen Fixbetrag zahlen.
Als Barzahler: IMMER eine Spur ansteuern, auf die ein grüner Pfeil zeigt! (Meist in der Mitte). Dort mittlerweile überwiegend Automaten.

Zelten: Plätze gibt es überall. Keine andere Nation bemüht sich so sehr um Camper. Liegt auch daran, dass Franzosen gerne im eigenen Land zelten. Daraus folgen: moderate Preise. 2 Personen, Auto, Zelt = ca. 15 - 20 EUR / Nacht.

Nützliche Accessoires beim Zelten:
Gaskocher und Besteck etc., zum selberkochen
Spülwanne (mangels Stöpsel am Waschbecken)
Plane für unters Zelt. Gibt‘s bei den Outdoor-Ausstattern (wir nehmen alte Duschvorhänge)

Einkaufen: überall Riesen-Supermärkte mit großem Parkplatz, Toilette, Kaffee-Bar - und meist einer günstigen Tankstelle, die zum Konzern gehört (überwiegend nur noch per Kreditkarte an der Säule).

Hotels: viele Billig-Hotels, meist am Rand der Städte (DZ 30-50 EUR), dort auch franz. Familien-Restaurant-Ketten. Man kann gar nicht verloren gehen.

Sprachlich: kleine Basics lernen. V.a. auch, dass man kein französisch kann. Junge Leute schlagen einem gleich englisch vor - wer es kann sowieso. (viele Ältere können wirklich nichts Anderes als französisch ...).
Ich selbst kann auch nicht mehr, und bin noch immer durchgekommen.
(Allerdings kann die Frau halbwegs französisch, hehe).