Zum „CO2-Ausgleich“ für diesen Flug spende ich für den Erhalt der Regenwälder:
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Reisebericht: Island 2012
(ein subpolares Roadmovie)

Das Flugzeug von Icelandair war durchgestylt, Marketing vom Feinsten. Am 
Eingang wird der Name des Flugzeugs erklärt, der Kaffeebecher lehrt mich 8 isländische Wörter für „Becher“. Die Kopfbezüge werden von einem Outdoor-Ausrüster gesponsert, das Bordmagazin kommt mit einer Tüte Infomaterial, also Werbung. Es gibt 1 Runde Softdrinks. Essen, Bier und Alkohol kosten extra.
Wir gehen etwa 50m über das Rollfeld des Flughafens Keflavik, beim Notausgang ins Gebäude, Passkontrolle fällt aus. Das Gepäck kommt am falschen Laufband raus, doch davon gibt es nur drei. Noch schnell Geld wechseln (bzw. eine Viertelmillion kaufen) und ein Busticket - nach 15 Minuten sind wir wieder draußen und sitzen um Flybus, der direkt am Ausgang bereitsteht. (So schnell war ich noch nie aus einem Flughafen!). Der Bus brachte uns in 40 Minuten nach Reykjavik. So kamen wir nach Island.

Die ersten Siedler kamen mit ihren Drachenbooten (ca. 15x4m), Frauen und Tieren aus Norwegen über den Nordatlantik. Die Frauen nahmen sie in Irland mit. Das klingt cool - allerdings gehörten Teile Schottlands und Irlands damals zu Norwegen. Sie konnten also auch von dort stammen, ohne die Frauen geraubt zu haben. Ihre Häuser bauten sie aus Holz, das angeschwemmt oder teuer importiert wurde. Die folgenden Jahrhunderte waren ebenfalls karg. Man hielt Schafe, spann ihre Wolle, webte sie zu Stoffen, die exportiert wurden. Ein halber Meter war das Tagespensum. Im 14. Jh. kam Trockenfisch dazu. Das sicherte lebenswichtige Importe. An einer alten Tracht hängt ein weißes Tuch. Die Frauen versteckten ihre Hände darin wenn sie Anderen begegneten, weil sie sich für deren zerschundenen Anblick schämten. Dabei waren ihre Werke kunstsinnig. Beispielsweise schnitzten sie runde Holzteller zum Brotbacken, mit Motiven, damit das Brot schön verziert war. All das erklärt uns die freundliche Führerin auf englisch, auf einer Gratisführung im Nationalmuseum Reykjavik, bei freiem Eintritt, weil heute (17. Juni) der Nationalfeiertag ist.

Draußen in der Hauptstadt stehen Hüpfburgen, Würstchenstände und Live-Bühnen. Die ganze Stadt ist auf den Beinen. Überall ist Musik, Konzerte gibt es auch im Freien, in Hinterhöfen, bei voller Lautstärke. Die Kneipen sind voll, überall wird Bier getrunken. Im Sommer hält es keinen drinnen, bei Temperaturen über 15° laufen alle in kurzen Sachen herum.

Für die Isländer war die Natur immer ein feindliches Element, das alles bestimmende eben. Erst ein Kulissenmaler im 19. Jh. verwendete isländische Landschaften als Kulisse für ein Theaterstück - um den Einwohnern die Schönheit ihrer Natur zu zeigen. Auch diese gibt es im Nationalmuseum zu sehen.
Wir brechen auf, uns selbst ein Bild davon zu machen.

Man sagt, in Island könne man der Natur bei der Entstehung zuschauen. Das ist so nicht ganz richtig, es sei denn, man erlebt einen Vulkanausbruch oder die Überschwemmung eines Flusses. Vielmehr kann man die Spuren der Natur und ihrer Gewalten lesen. Vulkankegel und erstarrte Lava, Flechten und Moose die sie besiedeln, riesige Wasserfälle, Gletscher auf den Bergen, Flüsse die von ihnen herunterlaufen, Brücken die sie mitreißen und daneben neu gebaut wurden. Die Natur bleibt bis heute das alles beherrschende Element.

Die erste Fahrt führt uns Richtung Keflavik, zum Vogelfelsen Hafnarberg bei Hafnir. Es geht durch teilweise moosbewachsene Geröllfelder. Der Boden speichert das Regenwasser kaum, Moose und Flechten sind die Vorreiter, Blumen folgen. Für Gras, Büsche oder gar Bäume reicht das Erdreich im Geröllfeld nicht.
An der Klippe sehen wir viele Möwen, Lummen und Papageientaucher brüten.

In der Blauen Lagune, einem berühmten Wellness-Freibad, lassen wir uns aufweichen. Das warme Wasser kommt, sozusagen als „Abwasser“, vom nahen Geothermal-Kraftwerk. Jeder Island-Tourist will hierher - ein gelungenes Marketing.

Hier stößt man auch unweigerlich auf die Trennlinie der europäischen und amerikanischen Kontinentalplatte, deren Drift die Insel auseinanderzieht. Bei Sandvík veranschaulicht die „Brücke über die Kontinente“ den etwa 5m breiten Graben.
Wir tanken und kaufen ein. Supermärkte gibt es in jedem größeren Ort (ab etwa 300 Einw. aufwärts), Tankstellen überall. Auf dem Parkplatz stehen, neben Yaris und Octavia, auch einige Geländewagen. Darunter US-Fahrzeuge, die bei uns nicht zugelassen sind, wie der Ford F-350 oder Toyota Tundra. Die meisten sind staubig oder verbeult. Doch abseits des Asphalts machen sie sich nützlich. SUVs deutscher Produktion, wie Q7, X5 oder Cayenne, sieht man fast gar nicht. Sie sind, nicht nur bei uns, völlig fehl am Platz.
Es geht weiter in den Südwesten, ins Thingvellir und zum Geysir. Es wird grün, bergig, Schafe weiden links und rechts der Straße. Am Thingvellir trafen sich die Häuptlinge zu politischen Gesprächen und Beschlüssen. Die Bruchkante der Kontinentalplatten erzeugte eine Steilwand und einen Graben, der See Thingvallavatn erhält so immer neue Becken zur Ausbreitung.
   
Geysir besteht aus einem großen Hotelkomplex, Campingplatz, und dem Park. Durchs Eingangstor spaziert man an heißen Quellen vorbei, zur namensgebenden Quelle „Geysir“ (kaum aktiv, zuletzt 2000), und zu „Strokkur“, der etwa alle 3 Minuten ausbricht. Eine Halbkugel Wasser beult sich aus, kaltes Wasser liegt obenauf, zerplatzt, und ein Schuss heißen Wassers spritzt etwa 1-2 m hoch auf. Zeitgleich steigt die Rauchsäule etwa 5-10m hoch auf. Was bleibt ist ein Geruch nach Eiern (= Schwefel).
Überhaupt hat das Leitungswasser überall einen muffigen Geruch. In manchen Orten mehr, in anderen weniger.
Die Gegend wird landwirtschaftlich genutzt. Schafe laufen herum (auch über die Straße), die Höfe haben große Ställe für Schweine und Hühner. Getreide fehlt fast vollständig. Auf den Feldern wird Heu geerntet. Oder Grasmatten, die in Reykjavik zur Begrünung ausgelegt werden - auch um die Vegetation dort anzukurbeln.
Das Auto hatten wir von Happy-Campers (www.happycampers.is). Die Autos sind alle umgebaut - und dabei hatte jemand mitgedacht (!). Die Sitzgruppe klappt man um zu einem Bett; Gaskocher, Geschirr & Besteck, Spül-Ausrüstung, Reserve-Gas und Kühlbox sind an Bord. Die Ablagemöglichkeiten sind gut zu erreichen. Wände innen isoliert, eine Standheizung wärmt bei Bedarf, Vorhänge zum schlafen. Die Kleinen haben Solarzellen auf dem Dach: Kühlung und Beleuchtung laufen nicht auf die gleiche Autobatterie des Fahrbetriebs. Man wird abgeholt und nach Abgabe in die Stadt gefahren - sehr einfach und freundlich.
In Vík war der Anlasser defekt. Ein Anruf genügte - und 2h später (was die reine Fahrzeit ist!) hatten wir Ersatz, 2 Stufen größer. Das ist mal Kundenorientierung, von der wir uns eine Scheibe abschneiden können ...
Am Gullfoss wird deutlich, welche Kraft herablaufendes Wasser hat. Es rauscht und spritzt, während der Wasserfall nach unten donnert. Kein Wunder dass ein Engländer dort ein Kraftwerk errichten wollte. Doch die Isländer kämpften hier schon für den Erhalt ihrer Natur.
Wir fahren weiter nach Vík (=Bucht), es beginnt zu regnen.
Camping dort ist, wie fast überall in Island sehr einfach. Man parkt sich irgendwo hin (Schranken gibt es nicht), bezahlt wenn das Büro besetzt ist oder jemand vorbeikommt. Toiletten sind in einem winddichten Häuschen, duschen kann man meist auch irgendwie (manchmal schön, in wenigen Fällen gegen Aufpreis, „oben ohne“ vor dem Häuschen, oder gar nicht).
Hinter Vík geht es über den Myrdalsandur, einer großen Ebene zwischen Bergen und Küste. Hier haust ein Geist, der Reisenden einen Ohrwurm verpassen will. Die Motorhaube klappert den Rhythmus, unsere Reifen grooven die Bassline, der ungebremste Wind über der Ebene pfeift die Melodie. So begleitet er uns, als einziges Fahrzeug, durch den Sandur.
An der Südküste kommen wir an den Gletschern vorbei. Zwischen grünen Bergen schieben sie ihre Zungen bis ins Tal. Und obwohl nur die Ringstraße Nr 1 vorbeiführt, die Lebensader Islands, kann man teils einfach stehenbleiben für ein Foto, ohne daß jemand kommt. An den meisten guten Stellen ist aber auch ein Parkplatz. Die Südküste ist voller Brücken, meist nur breit genug für 1 Fahrzeug („Einbreiđ Brú“), über Bäche, die das Gletscherwasser ins Meer führen.
Liegt der Gletscher auf einem Vulkan, und dieser bricht aus, schmilzt ganz viel Wasser, das sich Wege nach unten sucht und alles wegspült - auch Brücken der einzigen Straße. Geschehen 1996 am Skaftafell. Verbogene Stahlträger zieren heute den Parkplatz.
Friedlich zeigt sich der Eijafjallajökull, der 2010 den Flugverkehr lahmlegte, majestätisch der Myrdallsjökull. Die meisten anderen Gletscher hier sind Ableger des Vatnajökull, des größten Einzelgletschers außerhalb der Arktis.
Im 13. Jh. waren die Gletscher ähnlich groß wie heute, ein wenig kleiner sogar. Es war wärmer hier, sogar Getreide wurde angebaut. Erst in der sog. „Kleinen Eiszeit“, grob zwischen 1500-1900, wuchsen sie an,  mit einem Maximum um das Jahr 1870. (Quelle: Schautafel im Skaftafell-Nationalpark).
Wir machen eine Bootstour auf dem Jökulsárlón. Hier bricht der Breiđamerkurjökull in den See, etwa 0,5m Eisfeld täglich, das etwa 1000 Jahre unterwegs war. 2 Robben ruhen sich auf Eisschollen aus. Flott spült es die Schollen und Eisberg-Bruchstücke, sobald sie in den Sog des Ausflusses geraten, etwa 30m weit bis ins Meer. Dort dampft es, wenn sie auf das wärmere Atlantikwasser treffen, oder an den Strand gespült werden.
Die Ostfjorde sind geologisch ein älterer Teil der Insel. Mächtige Bergrücken flankieren die Buchten. Die Orte putzen sich heraus, wollen vom Tourismus profitieren.
In Rauđarfjördur laufen wir kurzärmlig, es ist strahlend sonnig und windstill. Das Thermometer steht immer noch auf 12°C. Irgendwann legen wir uns schlafen, denn hell bleibt es die ganze Nacht.
Im Nordosten führt die 1 über die Berge. Lang streckt sich die Hochebene wüstenartig mit braunem Geröll aus, warmer Wind bläst darüber, kein Baum steht ihm im Weg. Von weit grüßt der schneebedeckte Bláfjall („Blauberg“). 
Nach dem Namafjall kommt unvermittelt die Abzweige zu Hverir, einem Feld mit Schlammtöpfen und Gaskaminen. Auch hier steigt erhitztes Wasser vom Erdinnern nach oben, trifft auf schlammiges Wasser und lässt es blubbern. Oder es dampft aus Löchern und Spalten aus dem Boden. Schwefelgeruch zieht in Windrichtung. Das Ganze ist wie ein Garten angelegt: Auf dem Weg bleiben und von der Plattform aus reinschauen. Die Berge sind braun und kahl.

 

Ein Abstecher auf der asphaltierten 896 bringt uns zum Dettifoss, dem größten Wasserfall Islands, den man von Weitem schon sprühen sieht. „Natur“ kostet hier traditionell keinen Eintritt. Die Kraft des Wassers ist wieder mal beeindruckend. Das Wasser ist braun und sagenhaft viel, inmitten dieser trockenen Gegend.

Kurz danach, über den Berg, kommt der Myvatn, einer der größten Seen. Überall stehen schwarze Felsen oder Vulkankegel im See, der nicht tiefer als 5m ist. Benannt ist er nach seinen vielen Mücken, die aber nicht stechen.
Dimmuborgir thront auf einer Anhöhe am Ufer. Eine Eruption hatte Boden hochgeschleudert und Lava ausgespuckt, die in bizarren Türmen erstarrte. Ein isländischer Steingarten sozusagen.
Der Legende nach sind es versteinerte Trolle, die im Sommer schlafen, im Winter lustige Sachen machen, nach denen sie auch benannt sind, wie Würstchenschleuderer, Soßenwerfer, usw. Der Name Dimmuborgir heißt in etwa „düstere Burg“.

Im nahen Húsavík, wieder am Meer, muss man einfach eine Walsafari machen. Es gibt 2 große Anbieter, mit etwa dem gleichen Programm. Die einfachste Fahrt dauert 3h, über die Bucht. Und wirklich: Hier tummeln sich Delfine, Zwergwale, Buckelwale, evtl. sogar Blauwale (!). Buckelwale springen gerne mal, oder treiben faul dahin. Immer wieder sprühen und atmen sie. Beim Abtauchen strecken sie ihre Heckflosse in die Höhe, um auch tiefer nach Krill zu suchen. (Wir sahen mind. 5).

Das Walmuseum, mit einem halben Dutzend Original-Skeletten, erzählt uns auch vom Narwal, der öfter angespült wurde. Sein langes Horn wurde als Wundermittel verkauft (u.a. für Potenz). Um die Europäer nicht auf die Idee des Walfangs zu bringen, bildete sich die Legende von Pferden mit diesen Hörnern, die es nur in Island gäbe, den Einhörnern. „Die Wahrheit wurde der Öffentlichkeit nicht vor 1638 unterbreitet“ (Infotafel im Walmuseum Húsavík). Gelungenes Marketing schon damals!
Auf der anderen Seite der Halbinsel sieht man in der Asbyrgi-Schlucht ein Birkenwäldchen, umringt von hohen Felsmauern, und das Loch, wo früher der Fluß herabstürzte. Jetzt mündet er weiter östlich, mit dem Wasser aus dem Dettifoss.
Nahe Sauđárkrókur steht der Grassodenhof des Freilichtmuseums Glaumbær. Erde wurde in Platten gestochen und gestapelt, das Dach begrünt. Die Fronten für Fenster und Türen sind aus Holz. Die Anlage ist relativ weitläufig und gut erhalten. Doch nur wenig Licht kommt durch die Fenster, es riecht muffig nach Erde, das Leben bestand nur aus Arbeit und schlafen. Eine Holzkiste für Krimskrams war das ganze Privatleben, Einzelzimmer gab es nur für den Pastor und für Gäste. Diese Räume waren sogar mit Holz verkleidet, damit es weniger muffelt.

 

Zurück im Westen besuchen wir Barnafoss und Hraunfossar, die ineinander übergehen. Am Barnafoss tritt Grundwasser auf breiter Front aus der Erde (bzw. dem Geröll), und fällt in den Bach hinter dem Hraunfossar.

Wir nutzen die restliche Zeit für eine ausgiebige Rundfahrt um die Halbinsel Snæfellsness. Schafe laufen auf der Straße, in einem offenen Schuppen wird Fisch getrocknet. Bei Búlandshöfđi rauscht ein wunderschöner Wasserfall direkt neben der Straße. Hier, und vor allem in Arnarstrapí, auf dem Weg zum Klippenspaziergang, und auf dem „naturnahen“ Campingplatz, machen wir Bekanntschaft mit den Seeschwalben. Keine 2m über dem Kopf verfolgen sie uns schimpfend. Wir ziehen die Köpfe ein und halten die Rucksäcke darüber. Auch Möwen sind vor ihnen nicht sicher. Aber verständlich: sie kommen ja nicht vom anderen Ende der Welt, um sich hier ihre Eier stehlen zu lassen.

Nach Mitternacht, bei strahlendem Sonnenschein, steigen wir in Keflavik ins Flugzeug, voll mit Eindrücken. Die Natur der subpolaren Insel hat uns erstaunt, verwundert, oft genug überrascht. Sie ist und bleibt das alles bestimmende Element. Wir müssen uns nicht fürchten, ihr aber mit Respekt und Rücksicht begegnen.

Nach 1h Flugzeit, südlich der Färöer-Inseln, wird es draußen dunkel. Das erste mal seit 2 Wochen.


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Praktische Informationen, für alle die selbt hin wollen:

So geht tanken: Wichtigstes Utensil ist eine Kreditkarte (!) und deren PIN. 99% aller Tankstellen haben „Automat“ (die Marke Olis ist meist mit Barzahlung, aber nicht flächendeckend vertreten). Kreditkarte in den Schlitz, PIN eingeben, Höchstbetrag vorwählen oder eintippen, tanken. Keine Sorge: Wenn vorher voll ist, wird nur der anfallende Betrag berechnet. Anleitung gibt es auch englisch und deutsch.
Üblicherweise ist ein Café und ein Shop mit dabei, oft auch eine Burger-Braterei.

Auto-Verleih: viele am Flughafen Keflavik, PKW, Jeep, Wohnmobile, etc.
Wir hatten unseres von Happy Campers, Reykjavik, eingerichtet zum kochen und schlafen.  Schöne Alternative zu zelten und Zimmersuche. Sehr freundlich und hilfsbereit:

Landkarte: das "Kortabok" (Kartenbuch) gibt es für ca. 17 EUR in allen (drei) Buchhandlungen in Rejkjavik.

Bus-Shuttle vom Flughafen Keflavik nach Reykjavik: Am Ende des Flughafens ist der Schalter von FlyBus, dann kommt die Schiebetür, dahinter steht der FlyBus parat. Er fährt zum BusTerminal in Reykjavik (neben dem Regionalflughafen in Reykjavik), von dort Verteilung auf die Hotels mit kleinen Fahrzeugen. Listen der Haltestellen im Internet.

Kaffee:
ist meist Filterkaffee, aus der Pumpkanne. Man bezahlt und erhält den Becher. Freunde italienischen Kaffees müssen länger suchen ...

Supermärkte: haben täglich geöffnet. Empfehlenswert sind Lachs und Lamm (einheimisch). Preise wie bei uns oder etwas teurer. Viel wird importiert, aus Deutschland, Dänemark, Großbritannien oder Schweden. Gewächshäuser sorgen für einheimisches Gemüse. Äpfel und Spinat kommen z.B. auch aus den USA.
Preisbeispiele: Gurke 1 €, Tomaten 2 €, Dose Leichtbier 0,60-0,90 €, 500g Nudeln 1,50 €. Extragroß ist die Abteilung Süßwaren, mit Torten, Gummibärchen, Konfekt und Lakritz, auch zum selber abfüllen - in lustigen Formen wie bunten Tieren, Totenkopf, Fledermaus uvm.

Liquer-Stores: eigentlich nur in den Städten. Dort reichhaltige Auswahl.
Preislich: 0,33l isländisches Bier ca. 2 - 3,- EUR. 

Die Außentemperatur: meist um die 12°C (im Sommer!). Wobei 12° nicht 12° sind. Bei Sonne und ohne Wind ist das warm, bei Regen und Wind kalt. Steigt die Temperatur darüber, laufen Viele schon in kurzen Sachen herum. Tendenziell im Norden milder, weil im Süden Regen und Wind vom Atlantik kommen - mit einem Regenmaximum in Vík.
Das höchste der Gefühle sind 18-20°C. 

Ein Wort zur Kleidung: Man sieht viele Leute in dünnen Multifunktions-Outdoor-Klamotten. Das ist wirklich ratsam. Wer nicht so viel Geld ausgeben möchte (wie ich): Wasserdichte Regenjacke ist Pflicht. Als Schuhwerk reichen bessere Turnschuhe, Laufschuhe etc. Überziehbare Regenhose (gibt‘s günstig) sollte dabei sein.Brauchte ich aber kaum, und bin immer in einer Jeans herumgelaufen.
Nach 2 Tagen leiden hatte ich alles übereinander angezogen: Longsleeve, 2 Pullis, Regenjacke, und Halstuch gegen den Wind. Dann war‘s gut. Die Wirkung des kalten Winds hatte ich unterschätzt.

Ach ja: bei den Walsafaris gibt es Overalls an Bord der Schiffe. Die halten warm und trocken.

Elektrizität: 220 V, und eigentlich nur EU-Stecker. Also kein Adapter notwendig. 

Geldwechsel und Geldautomaten: am besten gleich am Flughafen eindecken, spätestens in Reykjavik. Danach wird es schwierig.


Und wer einen Rückflug früh am Morgen bekommt: Alex Motel in Keflavik ist 5 Min. vom Flughafen entfernt, bietet freien Shuttle-Service bis 21:30, sowie Frühstück ab 04:30 und Shuttle ab 05:15 Uhr.


Ach ja: Stadt-Chic in Reykjavik (Männer): Samtsakko, Hemd, lange Haare, Vollbart.
Das sieht man oft. 

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Das Buch: 
Olafsur Gunnarsson "Gaga"
ISBN 0921254008

in der englischen Übersetzung (nicht auf deutsch erhältlich)

Schön dünn, mit vielen Illustrationen

Ein Mann wacht auf, und ist sich sicher auf dem Mars zu sein. Es sieht zwar alles aus wie in Rejkvavik - aber aus den ganzen Romanen weiß er ja, dass sie seine Heimat nachbauen, damit er es nicht gleich durchschaut.
Eigentlich ist es ein langer Witz, auf 68 Seiten, mit einem Schenkelklopfer am Schluss.

"Gaga" ist isländisch und heißt, na?, sowas wie: bekloppt.

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Klangkiste

GusGus, klar:

http://vimeo.com/27567564

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